Lifestream

QuickEuro2012: der mobile EM-Spielplan

Die Europa-Meisterschaft steht vor der Tür und sein wir mal ehrlich… zu solchen Events sind wir alle Fußballfans. Public Viewing, Abseits und Spielpläne werden in den kommenden Wochen die Stammtische der Nation beschäftigen. Gut wenn man dann top informiert ist. Die Spielplan-App QuickEuro2012 für das iPad wird dabei nicht nur für geneigte Aushilfsexperten zum wertvollen Begleiter. Die App übernimmt dabei die Rolle des allseits beliebten Posters, welches einst Kinderzimmer und Küchenwände geschmückt hat und in denen man die Mannschaften bei deren Spielen mit dem Eintragen der Ergebnisse begleitet. Wenn alles gut läuft bis ins Finale. QuickEuro2012 ist Retina-Display-optimiert und mit 1,8 MB relativ schlank. Die App aktualisiert sich ständig neu, trägt die Ergebnisse ein und kalkuliert beispielsweise die Tabellenplätze in der Gruppe. Man muss eigentlich nichts weiter tun. Alles wird einem abgenommen. Und ganz ehrlich, dass ist es doch was man will. Oder hat schon mal jemand die Poster bis zum Schluss mit Ergebnissen befüllt?

Die iPad-App ist bereits seit einigen Tagen im iTunes App-Store für 0,79 Cent erhältlich.

9 Hours, 20 Minutes ago

Videotipp: Volkswagen – Stay in safe hands

Habt Ihr schon Volkswagens neue TV-Werbung für den Polo gesehen? Echt gut gemacht und mit dem tollen Song von Sniffy Dog nicht zuletzt auch irgendwie erfrischend emotional. Obgleich die Story vom sorgsamen Papa, der seine Kleine mit allen Mitteln beschützt nicht sehr innovativ ist. Viel Spaß mit dem Glanzstück!

14 Hours, 15 Minutes ago

Forum Lokaljournalismus 2012 - "The Anatomy of a Transformation: 

Six Big Ideas and Our Efforts to Execute Against Them "

Forum Lokaljournalismus 2012 - "The Anatomy of a Transformation: 

Six Big Ideas and Our Efforts to Execute Against Them " Clark G. Gilbert, President and CEO Deseret Digital Media and Deseret NewsCast: Steffen BueffelTags: Gilbert, folo2012, Forum, lokaljournalismus and Bremerhaven

16 Hours, 43 Minutes ago

Warum Facebooks Apps nicht halten, was sie versprechen…

Seit dem Release des Open Graph und der Einführung des Frictionless Sharing tummeln sich verschieden sinnvolle sowie sinnlose Apps im Hintergrund des Facebook-Kosmos. Was sie alle gemein haben ist, dass man, um sie nutzen zu können, mehrere Einwilligungen geben muss, damit die Anwendungen einwandfrei laufen. Manche sind nötig und manche sind freiwillig. Das ehrt die Anbieter und nicht zuletzt auch Facebook. Denn entgegen damaligen Zeiten, wird augenscheinlich die Privatsphäre nun doch höher gehalten und nicht jeder Datenzugriff wird zum unumgänglichen Konsens. Ich selber bin außerdem ein Freund des Open Graph, denn für mich bietet diese Funktion doch einen großen Mehrwert. Durch dieses Feature können Entwickler nämlich erst die oftmals nützlichen Anwendungen in Facebook implementieren. Umso mehr freute es mich zusätzlich auch, dass die vergangenen Bemühungen der amerikanischen Federal Trade Commission Wirkungen gezeigt haben und Anbieter ihre Funktionen innerhalb der Anwendung nutzerfreundlich gestalten mussten. Zu meinem Bedauern tut sich mir nun leider in der letzten Zeit das Gefühl auf, dass die Bemühungen durch technische Konflikte ausgehebelt werden.

Alles zurück auf Null Ich nutze nicht sonderbar viele Apps. Die, die ich nutze sind zumeist beruflicher Natur und sollen mir meine Arbeit in und um Facebook vereinfachen. Beispielsweise nutze ich den Browser mit der gleichnamigen Anwendung Rockmelt, der es mir ermöglicht verschiedene Toolbars einzublenden und der mir somit den Informationsfluss und die Kommunikation mit Freunden, Bekannten und Kollegen prominenter präsentiert. Außerdem nutze ich auch Tools wie Hootsuit, die mir über deren Anwendung eine Schnittstelle zu Facebook und Twitter liefert. Mit dieser kann ich mehrere Konten und Profile gleichzeitig nutzen und Statusupdates parallel auf beiden Plattformen versenden. Diese und einige weitere Anwendungen habe ich nun mal wieder genauer unter die Lupe genommen, denn ich schaue öfter mal in die Privatsphäre-Einstellungen und in die Settings der Apps, um keine Updates zu verpassen. Damals mehr als heute. Doch nun war es mal wieder an der Zeit. Was mir da direkt aufgefallen ist, war zunächst einmal, dass alle Einstellungen die ich zu Beginn des Open-Graph-Roll-outs gesetzt habe, wieder auf null gestellt wurden. Scheinbar gab es irgendein Feature, das sich neu aufgetan hat und das Facebook entweder ohne Aufklärung einführte oder mir einfach durchgerutscht ist. Kann ja auch mal passieren. Nach anfänglichem Frust, hab ich mich dann aber an die Arbeit gemacht und alle sogenannten Permissions wieder entsprechend individuell eingestellt. Heißt, freiwillige Einwilligungen wurden von mir wieder entzogen. Es müssen ja nicht mehr Daten übertragen werden, als notwendig sind um die Anwendungen zu nutzen. Das ist zumindest meine Meinung. The API doesnt run on this site In der Folge habe ich beispielsweise Hootsuite die Genehmigung verweigert auf meine Kontaktinformationen zuzugreifen und Rockmelt u.a. dass die Anwendung in meinem Namen Artikel und Ähnliches posten darf. Diese Permissions zu untersagen oder zu genehmigen ist ein erstaunlich einfacher Prozess innerhalb der Privatsphäre-Einstellungen, den jeder von euch problemlos durchführen kann und auch sollte.

Entgegen allen Erwartungen haben dann allerdings die Anwendungen nicht mehr einwandfrei funktioniert. Genauer haben die Schnittstellen nicht mehr die oben genannten Aufgaben ausgeführt, für die sie eigentlich erstellt worden sind. Warum bleibt mir unerschlossen. Einzige Fehlermeldung bei ziemlich allen Anwendungen war, dass die API, also die Schnittstelle, beide Dienste nicht mehr verbindet. Was ist da nun also geschehen? Um den Umstand besser bewerten zu können, habe ich sämtliche Anwendungen gelöscht und sie in der Folge neu installiert, was mit der Verknüpfung der Konten und Einrichtung der Schnittstellen ein doch sehr aufwendiger Schritt war. Ein Schritt den ich aber bereit war zu gehen, um danach wieder arbeitsfähige Tools nutzen zu können. Leider haben diese Schritte nichts bewirkt. Auf Anfrage bei den jeweiligen Support-Centern wurde außerdem nicht reagiert. Ich bin weder Programmierer noch habe ich irgendwelche Developer-Erfahrungen, die mir bei diesen Problemen hätten helfen können. Ein paar Tage hatte ich den Entwicklern dann aber auch Zeit gegeben, um meine Belange anzunehmen. Jedoch vergebens. Was mich dann auch mehr oder weniger dazu gebracht hat, diesen Beitrag zu verfassen. Ein Einzelfall? Warum hebeln die entzogenen Genehmigungen, die Funktionen aus? Und warum, wenn dies der Fall ist, sind die Genehmigungen überhaupt entfernbar? Es tut sich so ein wenig der Gedanke auf, dass wir zurückkehren zur Friss-oder-Stirb-Mentalität. Dein Dienst will Daten. Du gibst sie ihm nicht? Dann kannst du ihn nicht weiter nutzen. Das ist ein ganz klarer Schritt zurück und nicht das wofür Datenschützer, die FTC und nicht zuletzt auch die Nutzer sich so engagiert haben. Vielleicht bin ich ein Einzelfall?! Vielleicht auch nicht. Ich hätte es gerne herausgefunden. Versucht es mal selber und schaut was passiert, wenn Ihr freiwillige Einwilligungen entzieht. Was ich bewirken will ist eine Wahrnehmung des Problems. Und was ich gerne hätte, wären Rückmeldungen von euch. Ich bin gespannt!

17 Hours, 25 Minutes ago

Deepa Iyengar: “The brain cells work electrically”

Ich habe im Rahmen der NEXT12, die Co-Gründerin und Direktorin von MindGames, Deepa Iyengar, einmal zu dem Projekt interviewt. MindGames hat die ersten gedanken-kontrollierten iPhone- und iPad-Spiele wie z.B. 28 Spoons Later und W.I.L.D entwickelt. Wie die Spielhandhabung funktioniert und wie die Idee zu dem Projekt entstanden ist, erzählt uns Deepa in diesem Gespräch, welches wir heute einmal im Originalton in englischer Sprache veröffentlichen.

So, Deepa, you tell me a little bit about your background in cognitive neuroscience and how MindGames started. Well, I took a masters degree some years back at MIT in their brain and cognitive sciences department. That’s a good department if you have a wide interest in the area because they’ve got people all the way from psychology to going into monkey’s brains. My field was cognitive neuroscience, which is interdisciplinary. But what I worked on was habit learning and trying to understand how habit learning works in the brains of rats. Not how the learning process works, but where is the brain activity that has correlates with habit learning. How did MindGames start? Well after MIT I went to art school (laughing) for a little while. I think that might have something to do with it. About three years back I first heard about these kind of technologies that were becoming commercial for ordinary people and these brain-controlling technologies. And it was really just a vision that happened. I thought, well, I’d really love to play a video game, maybe like Myst or something, but where I have to solve some of the puzzles say by relaxing to open up a new path or something. And that’s really how I got the idea. It just came in sort of a vision after hearing about this technology. Then when I looked back I said, ok, but the idea of playing a game to learn something is about trying to learn a habit in a fun. And maybe that really connects back to school.

So you produce games for mobile platforms at MindGames. How do they work? I should be clear, so far we’ve only done iPhone, we haven’t done Android yet. But do you want to know how you are able to control the game with your mind? yes The brain cells work electrically, so what we are recording is the sum of that activity from one point in the skull. So that is not at all very detailed information. It’s like if you think about each brain cell like a drop of water, the sum is a pool of water. So definitely drops of water have influence on the pool, but it’s not like you see each drop separately if that makes sense. But luckily because the technology is so old – since 1920, the EEG technology, there have been people working on it since then, so they’ve learned to parse the electric field to some extent. It measures the brain wave activity and different patterns corollate to different brain states. That information is the kind of stuff we take advantage of in our games. I think you’ll see an explosion of learning about how we can get information from the electric field about what we are thinking and so on. You’re going to see people trying really hard to learn a lot more about it really fast now that there seems to be a kind of a push to make it a consumer technology. The idea behind it is that you are training your brain - maybe training yourself to concentrate better. How does that process work? That habit learning process? Are people aware, are they conscious of the process? No, actually. That’s a great question. So habit learning, the mechanism of habit learning is a completely different mechanism in the brain from the mechanism of learning, say history maybe … I can teach you history at least to some extent – a great extent, by lecturing or having conversations with you about history and telling you, declaring to you. It’s called declarative learning. And then habit learning. There are other words for it – one is procedural learning, so if you want to learn to ride a bike I guess I could tell you to sit on the bike and try to go forward and you’ll fall off (laughing). That’s all I can tell you. Music is another example. Yeah, OK it’s declarative to the extent that there are some notes on the page and I can hand you the notes and I can say go practice piano with this if you already know which note is which button. However, you won’t really learn it unless you practice it. That’s procedural learning. You have to do it. So we discovered this around 1950. There was this poor guy who was having really bad seizures in his temporal lob which has to do with declarative memory as it turns out – they didn’t really know that then. He passed away a few years ago. He’s become known as HM in psychology literature and what they learned from HM was a lot of things about memory. But one of the things they learned was that after the surgery where they took out his temporal lob, he wasn’t able to form any new memories. He only had his only memories. I met him once and the thing is as long as his attention is on one topic or something, he’s fine. I mean, I didn’t test the limits of it. Maybe he wouldn’t be fine for a half an hour or an hour, but at least for a few minutes. But if his attention goes to something else, he’s completely forgotten everything. It just doesn’t go into his long term memory. On the other hand, they found that he was able to learn procedural learning tasks like tracing a shape without really being able to see it. What would happen is that every time they would bring him to do it, they would ask him: “have you ever done this before?”. And he would say “no, I’ve never heard of this before. I’ve never done this before.” But they could measure that he was getting better and better each time, so in other words his ability to form declarative memories was gone, but his ability to form procedural memory and do habit learning was undamaged. So they realised it was two different processes? Yes, two completely different processes, so the point though is with habit learning you’re not really aware of it. I mean you know you’re practicing, but you can’t be like now I’m doing this in order for this to happen. And that’s the idea behind 28 Spoons Later, for instance, one of the games you’ve developed? You’re practicing concentrating by bending the spoons with your mind so the gentleman Zombie won’t be able to eat your brains. Yes, exactly, but you see the thing is, practicing is boring. Usually anyway, you have to have some feeling of short term reward. So with a bike it’s hard to remember. We all learn it when we are kids. But with a bike you are falling off, which is not fun, but I assume we keep doing it because we see other kids riding bikes around and it looks fun and least there’s maybe not so much short time, but at least we can see what the end looks like. With something like learning to concentrate or learning to relax and maybe learning how to get into the flow of creation, wouldn’t that be great? When you want to, it’s not like that. Let’s say if I meditated or something, if I meditate, then I will be able to relax when I need to or learn to relax when I need to, but you don’t really have a good sense of what that outcome looks like or feels like. It would be like trying to learn to ride a bike without seeing … where the bike is invisible and you can’t see any examples of success in front of you. So then, there’s really just no reward, no short-term reward, because sitting and meditating and failing to meditate is no fun, I can tell you (laughing) and you also have no clear vision of the outcome. Here you still might not have any clear vision of the outcome, but what you do have is hopefully, it’s fun to try to bend the spoons to defeat the zombie. So, it sounds like it really uses the ideas of mindfulness. Very much, yes. Very much. I think if I could talk about the really big, hairy vision of MindGames, it would be mainstreaming mindfulness practices because there are so many ways which would benefit individuals and therefore society. How do you see the applications of this moving forward? You mentioned in your Next12 presentation of using this with people or children with Attention Deficit Disorder. Are you working on that? Yeah, so I mean our hypothesis is that if you have a kid who has ADHD, it seems like it would help them. I have no great clinical knowledge of ADHD, but it seems like it would help them with relaxing and focusing. So that’s our idea, that at least for some kids it could work. It would be great to talk about replacing Ritalin but I wouldn’t go that far, especially because we haven’t proven anything yet. But at least for some kids, if this could supplement Ritalin or replace it, for kids who don’t have a huge problem, we think that would be great. Basically replace medicine with a fun way to train, so that when they are in school or whatever the moment is and they need to do something and they need to regulate their attention, they’ll do it. We’ve tried this out at exhibitions and things with a couple of hundred kids and there are always kids who have ADHD, who come to us and immediately start asking will this work for me? They are almost the easiest people to explain it to. They explain it to me. If I could have something like this to practice calming down and focusing then my life would be so much better. They’ll go into detail about. But I have to emphasise there is still a way to go, for example, we’re using for the headset a solution that is built by someone else that might be fine. But we are also using functions that they define and we don’t know what’s in there, because it’s their trade secret. I can guess but I wouldn’t know for sure. So a necessary step in developing therapuetic games would be to make our own recipes or least work with someone who makes the recipes for what combination of brainwaves means relaxation and what means concentration in a way that will be relevant to children. Because the problem is these words are so big – meditation, relaxation, concentration, attention – you can have two pretty different states and call them both relaxation. Yes, I mean, that’s quite a simple headset. It measure brainwaves at one point of the brain. Are there other headsets out there that might give you more data or be more useful? There might be but the downside is there always more difficult to put on, so that’s why I was talking about that we are going to need to develop headsets with fewer sensors, because even the one we use is hard enough to put on. It’s not going to be a good therapy if the kid has to sit for half an hour and mess around with it. A kid without ADHD wouldn’t want to do that. How much worse for a kid with ADHD? How did you go through the process of developing the games themselves? Did you work with a developer or a team? We basically have a small team and really good designers. One guy for example who does graphic design, animation and sound, which normally you would need three different people to do. It’s pretty amazing. Because we are a small company still we can’t have a dedicated game designer, so that means the game design is usually a collaboration between the graphic designers and programmer and sometimes mean. For example, with the spoon game, we made an earlier game where one level had to do with bending a spoon and people seemed to really feel that level. Then we decided to make a game around bending spoons. We said sure, but it helps if there is a bit of a story – why are you bending the spoons. In that case it was the programmer who came up with the game story and the title and also the difficult curve of how the spoons get more difficult to bend. The game design is really a collaborative effort. The apps are available … ? On the app store. You can go to our site. Our site links to both the app store and to the headset company’s site. We’ve made three games. One of which we took off the app store earlier this year because of some technical issues with another company who was working with us on the game. With all the games because we want to know what’s fun and for whom, we’ve made our games pretty small productions. I’d like to think small but complete productions, but we’d like to make bigger and much longer games. What other games do you envisage? Could you imagine maybe platform games? Actually our first game idea was a platform game, which we would like to come back to some day. It was about a little creature who wakes up one morning and all the other little creatures like him have disappeared, so he goes on a quest to find out what happened to them. He communicates telepathically and he also has telekinetic powers, so the idea is that as he is going on his quest there are these things that he needs to do like get something out of a tree and he can do that by relaxing to float it out of the tree or something like that. There you have the same two controls relaxing and concentrating but because it’s a narrative platform game you are always doing something different with the same controls. But also people tend to forget that the earliest video games had few controls. It wasn’t like I need to have sixteen controls. You’d have to be a pretty hardcore gamer to master 16 different mind controls. (laughing) It’s more playable for more people with fewer controls but also better for learning. Thanks, Deepa! You’re welcome.

22 Hours ago

Lesetipps für den 23. Mai

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

DEEP PACKET INSPECTION Netzneutralität wird permanent verletzt: Weltweit drosseln oder blockieren Internet-Provider Filesharing-Protokolle wie BitTorrent mittels Deep Packet Inspection. Das zeigen neue Daten von Wissenschaftlern aus New York und den Niederlanden. In Deutschland fällt vor allem Kabel Deutschland negativ auf.

DATENSCHUTZ Twitter erläutert seine Tracking-Pläne: Twitter hat erklärt, wie es Anwender im Internet verfolgen will – und welche Möglichkeiten es ihnen anbieten wird, ein solches Tracking zu verhindern. Daten will es nur sammeln, solange die Nutzer bei ihm eingeloggt sind. Als Hilfsmittel wird es Cookies, Logdateien und Widgets verwenden, wie in einer neuen Datenschutzrichtlinie steht.

TIPPS 31 nützliche Keyboard-Shortcuts für alle Browser: Keyboard-Shortcuts sind eine feine Sache. Sie erleichtern nicht nur die Arbeit von Photoshop-Profis und beschleunigen die Bedienung des Betriebssystems, sondern sind auch beim Browsen eine echte Arbeitserleichterung. Viele dieser Shortcuts funktionieren dabei in allen Browsern von Chrome über Firefox bis hin zum Internet Explorer.

DIGITALOS Der digitale Spießer: Er macht Kommunikation im Netz oft so unerquicklich, er ist brandneu und doch uralt: Der digitale Spießer benutzt das Internet primär zur Selbstbestätigung. Er weiß alles besser, auch wenn er keine Ahnung hat. Er verbindet Missgunst, Kleingeistigkeit und Größenwahn. Und er steckt in uns allen.

URHEBERRECHTSDEBATTE Experten lehnen Raubkopier-Warnmodell ab: Sollen Internet-Provider ihre Kunden überwachen – und im Fall illegaler Downloads ermahnen? Bei einer Anhörung im Bundestag äußerten Experten heftige Kritik an diesem Vorschlag. Auch die Provider wollen nicht mitspielen.

BLOGGERKONFERENZ THE HIVE „Nichts Vergleichbares in ganz Europa“: Hausfrauen- und Hipsterblogger, Vorträge und Bastelstunden: Am Wochenende fand die erste europäische Bloggerkonferenz The Hive im Betahaus in Berlin statt.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

22 Hours, 43 Minutes ago

Tweet des Tages: … die Facebook-Aktie bei Groupon

May 22 2012, 8:32pm

Amen – the best and the worst of everything in Berlin

Das Meinungsportal Amen hat es in die analoge Welt geschafft. Undzwar mit der Hilfe eines Studenten der UdK Berlin. Der hat nämlich mal der Berliner Gesellschaft den Spiegel vorgehalten und diese lustigen Poster im öffentlichen Raum ausgestellt. Prima PR für Felix Petersens Portal und noch besseres Aushängeschild für den Erfinder. Morgen, am 23.05.2012 um 10.00 Uhr, präsentieren die Studenten diese und noch viel mehr Arbeiten im Georg-Neumann-Saal am Einsteinufer 43 in Berlin-Charlottenburg.

Via milenskaya und Venture Village

May 22 2012, 6:33pm

Facebook Pages Manager - Download-Anleitung

Die Anleitung zeigt, wie Sie den Facebook Pages Manager schon vor dem offiziellen Launch in Deutschland nutzen können.

May 22 2012, 5:28pm

Videotipp: Flying Horse – Gatorrada (Cat-Toast)

Was wir wissen: Katzen landen immer auf den Beinen. Und Toast immer auf der Butterseite. Doch was ist eigentlich wenn man einer Katze einen Buttertoast auf den Rücken klebt? Da kann schon mal ein Naturgesetz außer Kraft gesetzt werden. Und ein völlig neues losgelöst. Mehr nach dem Klick!

May 22 2012, 4:58pm

Vergleich einiger US-Internet-Unternehmen am 1. Handelstag

Statista vergleicht Facebooks ersten Handelstag mit einigen weiteren US-Internet-Unternehmen. Die Aktie ist im Sturzflug. Die Bewertung scheinbar viel zu hoch. Ein interessanter Blick auf die Börsengänge der Mitbewerber.

May 22 2012, 11:08am

Forum Lokaljournalismus 2012 - "Multimedia bringt Gewinn - Innovativer Desk und Lesernähe"

Redner - Tory Pedersen, Herausgeber und Geschäftsführer Verdens Gang, Norwegen Moderation - Katrin Teschner, Reportage- und Textchefin Braunschweiger ZeitungCast: Steffen BueffelTags: Forum, Lokaljournalismus, Bremerhaven, Zeitung, Print, Online, Multimedial, Desk, Innovation, Tory Pedersen, Verdenk and Gang

May 22 2012, 10:03am

Im Land der Korinthenzähler

Deutschland steht neuen Entwicklungen allzu gerne skeptisch gegenüber und hemmt damit Wandel und Innovation. Dabei zeigt die eigene Geschichte, dass es lohnt, voranzugehen.

Wir müssen uns in Deutschland neu erfinden und sollten die Digitalisierung des Lebens sowie der Wirtschaft viel stärker als Chance sehen und nicht als Bedrohung, fordert der Netzwerkspezialist Bernd Stahl. „Es ist ein Dreiklang aus Technik, sozialer Kompetenz und Inspiration gefragt. So sucht die Bundesregierung nach einem Konzept, um eine alternde Gesellschaft kostengünstig und würdevoll zu betreuen. Die grundlegende Erkenntnis: zu Hause in der Familie geht das einfach besser und billiger als in einem Altersheim. Ein Lösungskonzept fängt mit dem Smartphone in der Armbanduhr, Sensorik, Robotik und der Vernetzung mit Gesundheitsportalen an. Schließt aber Sozialverbände, Kirchen und Nachbarschaftshilfe mit ein. Gleiches gilt im Bildungswesen. Elektronische und vernetzte Medien können Wissen oft besser vermitteln als der Pauker. Was die Pads aber nicht können, ist Charakterbildung, soziale Kompetenz, Erlebnispädagogik. Hier gibt es das menschliche Alleinstellungsmerkmal. Wieder geht es um Computer, „Internet in der Kombination mit sozialer Kompetenz“, so Stahl. Diese Liste lasse sich fortsetzen: Energie, Wohnen, Transport, Nahrungsmittel oder Landwirtschaft.

Kopfprobleme und fehlende Flughöhe Vielleicht steckt das Problem einfach nur in den Köpfen und der falschen Sichtweise. Im Innovationsmanagement müsse man in der Lage sein, Probleme und Lösungen abstrakter zu beschreiben, so Dr. Gerhard Wohland vom Institut für dynamikrobuste Höchstleistungen. „Wer Probleme und Lösungen zu konkret beschreibt, kann nicht sehen, dass sie etwas miteinander zu tun haben. Erst wenn man die Flughöhe erhöht und von oben auf das Ganze schaut, erkennt man neue Ideen für die Lösung von Problemen.“ Problem und Lösung müssten sich kennenlernen. Es entstünde eine völlig veränderte Kombinatorik von Technologien. Als Laserstrahlen erfunden wurden, sei nicht klar gewesen, welcher Nutzen für Netz-Technologien entstehen könnte. Heute seien Laser, Computernetze und Glasfaser gar nicht mehr voneinander zu trennen. Wir sollten in Deutschland endlich aufhören, nur die Korinthen zu zählen, fordert Stahl. Statt über die Dominanz von amerikanischen Silicon-Valley-Größen zu klagen und zu zetern, sollte man das Beste von Google, Facebook, Apple und Microsoft nehmen und etwas bauen, worauf die amerikanischen Konzerne noch gar nicht gekommen sind: „Als Kunde möchte ich eine Kommunikation zu einem Experten, einer Community, einer Maschine, einer intelligenten Ware ohne jegliche Barrieren. Man könnte einen semantisch annotierten ‚Social Shadow‘ in einer Cloud schaffen. Man kopiert sich seine Streams auf Facebook, Twitter oder auf seine Cloud, verlinkt das mit dem Rest und ergänzt das durch semantische Annotationen. Damit hat man einen Mehrwert, den man so in den sozialen Netzen bislang nicht findet. Unternehmen verstehen ihre Kunden besser und bieten ihnen nahtlos das an, was sie wirklich brauchen. Warum sollen wir warten, bis Facebook oder Google das generisch aufgebaut haben“, meint der Nash-Technologies-Systemingenieur Stahl. Weitsicht für Technikrevolutionen Es fehlt den liebwertesten Gichtlingen in der Politik für wirklich wegweisende Zukunftsprojekte die geistig-kulturelle Beweglichkeit und schöpferische Arbeit des von mir hoch gelobten Generalpostmeisters Heinrich von Stephan, der im Berlin des 19. Jahrhundert eine Flut von Technikrevolutionen auslöste. Er erkannte sofort die wirtschaftliche und gesellschaftliche Dimension der elektrischen Nachrichtenübertragung. Mitte Oktober 1877 wurde Stephan ein Bericht der Zeitschrift „Scientific American“ vom 6. Oktober 1877 über Bells Telefon vorgelegt. Schon am 24. Oktober hat er zwei Telefone in Händen. Es waren die ersten Apparate, die überhaupt nach Europa kamen. Schon am gleichen Tage beginnt der Generalpostmeister mit den ersten Versuchen in seinem Amtsgebäude. „Dann werden das Generalpostamt Berlin, Leipziger Straße und das Generaltelegraphenamt in der Französischen Straße verbunden“, schreibt Hermann Heiden in seinem Buch „Rund um den Fernsprecher“, erschienen 1963 im Georg Westermann Verlag. Am 26. Oktober erklärt Stephan: „Meine Herren! Diesen Tag müssen wir uns merken.“ Es war die Geburtsstunde des Fernsprechers in Deutschland. „Ende 1877 sind es 19 Orte, Ende 1880 bereits 1000 geworden, die über den Fernsprecher Anschluss an das Telegrafennetz erhielten. In Amerika war der Fernsprecher zur Errichtung von Fernsprechnetzen in Städten und zur Herstellung von Privattelegrafenlinien benutzt worden. Dass man ihn zur Erweiterung des staatlichen Telegrafennetzes benutzte, war etwas ganz Neues“, erläutert Heiden. Die Widerstände in Deutschland gegen die Einführung des Telefons waren so groß, dass Stephan sich mit der Bitte an die Ältesten der Kaufmannschaft wendet, ihm geeignete Persönlichkeiten zu nennen, die bereit wären, gegen Vergütung die Werbung für den Fernsprecher in die Hand zu nehmen. Die Wahl fällt auf Emil Rathenau, den späteren Gründer der AEG. 1897, im letzten Lebensjahr des Generalpostmeisters, werden in Berlin von neuen Fernsprechämtern 170 Millionen Gespräche vermittelt. Davon 20 Millionen Ferngespräche nach den von Berlin zu erreichenden Orten mit Fernsprechanschlüssen. Drei Jahre später schreibt die „Berliner Illustrirte“ stolz, dass Berlin mehr Fernsprechanschlüsse habe als ganz Frankreich mit Paris und dass es sogar London und New York übertreffe. Zurückhaltende, misstrauische Deutsche In den Haushaltsberatungen 1889/90 schildert Stephan seine Schwierigkeiten bei der Durchsetzung der Telefone. Seine Worte kommen mir irgendwie bekannt vor: „Es ist kaum glaublich, wie ich über die Achsel angesehen wurde, wenn ich mit Begeisterung von dem Instrumente sprach, wie man hier in Berlin in den ersten Häusern und in den intelligentesten Kreisen vielfach meinte: ach das ist wohl amerikanischer Schwindel, ein neuer Humbug, das waren die Reden, die ich täglich zu hören bekam. Ich habe erst einige Agenten herumschicken müssen, um die ersten 100 Firmen, ich möchte sagen, zu überreden, dass die Einrichtung nur überhaupt ins Leben gesetzt wurde. Es war das ein neuer Beweis dafür, wie zurückhaltend, um nicht zu sagen misstrauisch, der Deutsche häufig neuen Unternehmungen, Gestaltungen und Entwicklungen gegenüber ist und wie schwerfällig er mitunter daran geht.“ „Die Beharrlichkeit, Weitsicht und Intuition des Generalpostmeisters könnten wir heute sehr gut gebrauchen, um für die vernetzte Ökonomie die modernste Infrastruktur zu schaffen. Nur so ist wirtschaftliche Prosperität möglich – von der Logistik bis zur Energiewende“, schlussfolgert der Technologieexperte Stahl. Ich schließe mich dieser Einschätzung an und fordere auf dem nächsten IT-Gipfel in Essen wenigstens den Hauch eines Heinrich-von-Stephan-Geistes.

Mehr zu Themen des Netzes und dem digitalen Wandel gibt es auch vom European-Kolumnisten Lars Mensel in seinem aktuellen Artikel “Facebook-Börsengang: Statusupdate”.

Quellen:

Text: Der Artikel “Im Land der Korinthenzähler” von Gunnar Sohn ist zuerst erschienen auf http://www.theeuropean.de Bild: Image by OregonDOT (Some rights reserved)

May 22 2012, 9:37am

Facebook vs. Google (IPO-Infographic)

Die Facebook-Aktie befindet sich im Sturzflug. Allein 11 Milliarden lösten sich gestern laut dem Handelsblatt in Luft auf. Zu hoch bewertet, sagen die einen. Per se zu wenig Gewinn, sagen die anderen. Den direkten Vergleich mit Google nimmt sich nun die unten aufgeführte Infografik einmal vor und stellt die KPIs, der Umatzträger Nummer Eins – dem Advertising – einmal gegenüber.

May 22 2012, 9:15am

Lesetipps für den 22. Mai

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

HACKERETHIK Wann ist ein Hacker ein guter Hacker?: Bei einer Tagung des Chaos Computer Club haben Hacker versucht, für sich eine neue Ethik zu formulieren. Doch die Szene streitet, was Hacker dürfen sollen.

SO.CL Auch ein neues Social Network kommt nicht ohne Facebook-Login aus: Seit heute steht Microsofts neues soziales Netzwerk So.cl allen Anwendern offen. Was der Softwarekonzern damit will, ist unklar. Er weiß aber: Ohne Starthilfe durch Facebook geht es nicht.

URHEBERRECHT Die politische Diskussion über eine Reform des Urheberrechts: Der Arbeitskreis Urheberrecht der SPD-Bundestagsfraktion hat ein Papier mit “Zwölf Thesen für ein faires und zeitgemäßes Urheberrecht” vorgestellt, das eine nähere Befassung lohnt. Deutlich weiter gehen die zehn Vorschläge und Forderungen der Piratenpartei, wobei sich durchaus auch einige Parallelen zeigen.

URHEBERRECHT Zwölf Thesen für ein faires und zeitgemäßes Urheberrecht: Der Streit um das Urheberrecht hat sich zu einem der zentralen Konflikte der digitalen Gesellschaft entwickelt. Unterschiedliche Interessen von Urhebern, Verwertern, Nutzern und Konsumenten stehen sich häufig scheinbar unversöhnlich gegenüber. Keine Partei oder politische Gruppierung hat bisher eine Antwort auf diesen Konflikt entwickelt, die über Schlagworte und vermeintlich einfache Lösungen hinaus geht.

GAMES Could Angry Birds lead to mass murder?: Attempts to link last year's Norway shootings to Call of Duty are spectacularly misguided. Moral panic about violent video games is based on prejudice, ignorance and the selective use of flawed research.

BÖRSENGANG Facebook-Aktie auch am zweiten Tag ein „regelrechter Albtraum“: Begleitet von technischen Problemen von Nasdaq und einem enttäuschenden ersten Tag, ist die Facebook-Aktie am zweiten Tag tief ins Minus gerasselt. Elf Milliarden lösten sich in Luft auf.

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

May 22 2012, 8:46am

Totem – Photorealistic Artworks by Alain Delorme

Man kennt sie ja, diese abgefahrenen Bilder von Asiaten, die es verstehen auf dem Fahrrad Hühner, Kisten, Pflanzen und manchmal auch Personen so hoch zu stapeln, dass es einem Angst und Bange wird. Das kann doch nicht klappen, denkt man sich dann. Der französische Fotograf Alain Delorme hat sich diesen Menschen und deren unglaublich pragmatischen Fähigkeiten einmal angenommen und eine Foto-Reihe produziert und veröffentlicht, die seinesgleichen sucht.

via whudat

May 21 2012, 3:18pm

iTunes-Überblick: Apps und Spiele der vergangenen Woche (KW20)

Welche Apps und Spiele waren letzte Woche der Renner im iTunes App Store? Freddy und Fabian von appgefahren.de verraten es euch immer pünktlich zum Wochenauftakt. Diese Woche mit dabei: Visible Body, Sonic The Hedgehog 4 Episode II, Spielstunde mit Dora und Scotland Yard.

iPhone-App der Woche – Visible Body: Visible Body ist nur in englischer Sprache verfügbar und nicht gerade günstig. Trotzdem möchte wir betonen, dass die meisten anderen Lehrbücher wohl mindestens genau so viel kosten – und nur halb so interaktiv sind. Mit dem 3D-Atlas des menschlichen Körpers kann man in Visible Body so gut wie jede Körperstelle erkunden und Knochen, Blutgefäße, Nerven und Muskeln genauer unter die Lupe nehmen. Zu jedem der über 2.500 Bestandteile des Körpers gibt es eine englische Definition, außerdem lassen sich alle Inhalte auch über die integrierte Suche im Körper markieren. Zur App haben wir in diesem Artikel bereits ein Video erstellt. (iPhone, 7,99 Euro) iPhone-Spiel der Woche – Sonic The Hedgehog 4 Episode II: In den einzelnen Leveln steht natürlich die Geschwindigkeit im Vordergrund. Zusammen mit Tails bewegt sich Sonic mit Höchstgeschwindigkeit durch Loopings und über Abgründe. Zwischendurch gibt es aber auch immer mal wieder Jump’n’Run-Einlagen und Boss-Gegner. Der 400 MB große Download bringt im Hauptmenü eine Hilfe-Seite mit, die ihr euch vor dem Start unbedingt näher ansehen solltet. Hier werden unter anderem ein paar wichtige Aktionen gezeigt, in der sich Sonic und Tails zusammenschließen – etwa um kurze Zeit fliegen zu können. Ein Video zur App findet ihr in diesem Artikel. (Universal, 5,49 Euro) iPad-App der Woche – Spielstunde mit Dora: Die App richtet sich ganz klar an Kinder im Kindergarten-Alter, ältere Kinder werden in den gestellten Aufgaben kaum eine Herausforderungen finden. Spielstunde mit Dora bietet ein Memo-Spiel, ein Puzzle und den Modus “Finde mich”. Im Memo-Spiel muss man natürlich passende Kartenpaare finden, hier stehen drei verschiedene Schwierigkeitsstufen zur Verfügung. Im Puzzle-Modus muss man Teile von zehn verschiedenen Bildern an die richtige Position ziehen und in “Finde Mich” gilt es eine angezeigt Figur auf dem Bildschirm zu finden. (Universal, 79 Cent) iPad-Spiel der Woche – Scotland Yard: In Scotland Yard kann man entweder alleine in die Rolle des Detektiven schlüpfen oder mit bis zu sechs Spielern und Computer-Gegner im Multiplayer-Modus antreten. Im Vergleich zum Original-Spiel wurde der Spielplan Londons übrigens leicht überarbeitet und kommt natürlich in HD-Grafik daher. Ein besonderes Augenmerk kann man ganz klar auf den Online-Modus legen. Über das Game Center kann man sich mit Freunden oder Personen auf der ganzen Welt verbinden und gemeinsam spielen. Die Detektive können sich dabei über einen Sprach-Chat beraten und die Jagd auf Mister X so besser koordinieren. Ein Gameplay-Video findet ihr in diesem Artikel. (Universal, 3,99 Euro)

Wer weiterhin immer auf dem Laufenden sein möchte, kann sich die kostenlose appgefahren News App auf sein iPhone oder iPad laden und verpasst somit sicherlich kein Angebot mehr.

May 21 2012, 11:33am

Buchstaben ohne Grenzen

Es lässt sich leicht in die Welt hinein rufen. Dass die Welt auch zurückruft, ist nicht selbstverständlich. Das Gesagte muss einen Sinn ergeben. Das leuchtet schnell ein. Aber im Internet erscheint der Sinn häufig außerhalb eines Gedankens zu stecken. In keinem anderen Medium werden Stimmungen so schnell und so kurzfristig angeheizt oder abgekühlt. In keinem anderen Medium werden Stimmungen zu einem Sinnersatz befördert. Die BILD-Zeitung hatte neulich die Griechen und Griechenland mit Stimmungen überzogen. Die Verwertung von Inhalten wurde in vielen Printmedien zu einer ganzen Salve von Stimmungen emporgehievt. Ohne die entsprechende Gegenkanonade aus dem Netz wäre sie sang- und klanglos versickert – mangels öffentlicher Relevanz. Sogar die Piraten haben sich quasi proaktiv instrumentalisieren lassen und dazu das Netz betätigt…

Es nützt wenig, über sinnstiftende Erzählungen zu sinnieren, wenn eine Diskussion der sinngebenden Werte ausbleibt. Europa ist in aller Munde. Aber im scheinbar grenzenlosen Web findet kein europäisches Projekt statt, dass Relevanz in den digitalen Diskussionen und Gremien aufweist. Der Ruf nach einem europäischen Medium, das den Sender arte transferieren könnte in eine Ära ohne öffentlich-rechtliche Freiräume, wie sie im Netz zu finden sein müssten, verhallt im leeren Raum. Warum auch? Eher das Gegenteil ist zu beobachten: Findige Vermarkter haben das Tagebuch sowie allerlei Persönliches als bedeutsamste Inhalte entdeckt und verkaufen sie an Schaltagenturen oder direkt an Firmen. Es geht eben nicht um Erzählungen die Sinn stiften für eine Öffentlichkeit sondern für eine begrenzte Gruppe von Bekannten und Freunden. Da finden keine großen Welten wie Europa statt. Da gibt es in vielen Fällen noch nicht einmal eine Reflexionsebene für den Austausch selbst. Es wird einfach so heruntergelebt. Direkt am Stück. Genauso wird auch erzählt. Timeline. Keine verwinkelten Zeitstrukturen. Keine Rückblenden. Keine gestalterischen Elemente, die den Autor verraten und seinen Hang zu einer Intention, die ihm oft selber nicht ganz klar ist. Kein Ringen um Sinn. Es nützt nichts, seine Gedankenströme von Sozialen Medien in persönliche Blogs zu transferieren, wenn die grundlegende Kulturtechnik der Selbstvergewisserung im Erzählen selbst einen disruptiven Entwicklungsschub erlebt hat: Faktizität als Wirklichkeit. “Fakt ist,…” ist die Formel, die aus den Talkshows in das Alltagsleben der Menschen eingesickert ist. Fortan besteht Identität nicht mehr aus einer persönlichen Setzung sondern aus dem faktisch Erlebten. Die digitalen Zeugnisse der arabischen Revolution und die Youtube-Videos von den iranischen Demonstrationen haben eine Form der Narration geformt, die wenig Platz für Tastendes lässt. Alles, was nicht sofort und auf den ersten Blick faktischen Realitätsbezug beanspruchen kann, wird ins Reich der ästhetischen Überformung verfrachtet und dort verfemt. Nur das vermeintlich direkte und aus dem Ärmel geschüttelte kann weiter bestehen. Life-Tracking und Quantified Self sind dabei die Spitze des Eisbergs. Der Ruf nach Kreativen, der in der Beschwörungsformel der Verlegernetzwerke als Mantra verkauft wird, das in der lage ist, Metageschichten zu kreieren, die die Massen lenken, ist ein Rohrkrepierer. Denn auch dort ist mit Doku-Dramen, Doku-Soaps und spielerischen Formen Dokumentation längst das Faktische in das Fiktive eingebrochen und nicht umgekehrt. Und auch im grenzenlosen Digitalien hören wird die Stimmen schon, die aus Furcht vor diesem oder jenem Internetgiganten die Gewehre strecken und in Duldungsstarre verfallen in Erwartung der furchtbaren Artillerie an Werbeplätze, die den Anzeigekunden um die Ohren gehauen wird im PayPerClick oder PayPerLead oder gar PayPerSale. Dort hinter der schweren Artillerie zählt nichts als die reine Selbstdarstellung. Ein fluides Agens, dieses Selbst. Es wird spannend sein, wohin es sich in fünf Jahren wendet. Ob wieder so eine Welle über uns hereinbricht wie in den Achtzigern? Dann könnte es eben soviele Lebensberater geben wie jetzt Schönheitschirurgen, Fitnesstrainer und Ernährungsberater. Dann könnte es vorbei sein mit dem: Du bist, was du tust. Dann könnte es heißen: Du bist, was Du sein willst. Und dann werden die Identitäten nicht im Faktischen gefunden sondern im Erzählerischen. Vielleicht wird dann sogar wieder an eine verbindende Geschichte gedacht. Denn Fakten sind nichts Anderes als Tatsachen, besser bekannt unter dem anderen Begriff des Sachverhalts. Keine besonders geeignete Substanz für Identitäten, wie jeder Jurist bestätigen kann.
Foto: click

May 21 2012, 9:45am

Lesetipps für den 21. Mai

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

MICROSOFT SOCIAL NETWORK Microsoft’s New Social Network, So.cl: It’s Like Google+ For Wonks: File this in the "we-try-it-out-so-you-don't-have-to" category. So.cl is a derivative social network that may be useful to students, but it won't fly elsewhere.

FACEBOOK Facebook doesn’t just want world domination: it needs it: In many ways Facebook is a very American success: forged at Harvard, warmed up in the crucible of Silicon Valley, and now reaching boiling point by becoming one of the nation’s most valuable companies. But it’s also a very international business, too, with 900 million users spread all around the world.

LIQUID FEEDBACK In die Augen gucken – das kann kein digitales Tool: Bei den Piraten sollen alle alles mitentscheiden können – auch mit Hilfe von "Liquid Feedback". Doch wie so ziemlich jede Software hat auch die ihre Macken. In Berlin gibt es deshalb heute eine Art Krisenkonferenz, den "LQFB-Thementag".

AUTOMATISIERUNGSDIVIDENDE Roboter müssen unsere Rente sichern: Maschinen werden besser als Menschen, in allen Branchen. Eine Revolution bahnt sich an. Doch wir können die Folgen steuern: Wenn uns Roboter und Algorithmen in der Arbeitswelt ersetzen, sollten sie auch unseren Platz als Steuerzahler einnehmen.

DIGITALES LERNEN Copy and Pay in der Schule: Lehrer hebeln mit digitalen Raubkopien das Urheberrecht aus. Die Schulbuchverlage fordern jetzt für das Speichern von Lehrmaterial Geld – aber die Kultusminister wollen dafür nicht zahlen.

URHEBERRECHT Internet-Leer-Abgabe: In einem sind sich alle einig: Wir brauchen ein Urheberrecht, dass die Interessen sowohl der Urherber/innen auf eine angemessene Vergütung als auch das Recht der Nutzer/innen auf angemessene Teilhabe am kulturellen Leben berücksichtigt. Dabei will niemand das Urheberrecht ganz abschaffen. Aber wie sieht ein fairer und gerechter Interessensausgleich aus?

Nutze Netzpiloten 1-Klick: Mit nur einem Klick werden dir bequem alle 40 Sekunden die hier besprochenen Seiten “vorgeblättert” START.

May 21 2012, 9:33am

Videotipp: Trekkies And We Know It Parody

May 16 2012, 7:00pm

Music-Quiz: Teste dein Musikwissen rundum deine iPod-Bibliothek

Ihr seid Musikfans? Ihr meint euer Wissen darüber ist unanfechtbar? Dann fordert euch selbst heraus mit der neuen Music-Quiz-App für euren iPod und beantwortet Fragen rundum um die Bands und Titel aus eurer persönlichen Musik-Bibliothek. Es gibt dabei drei verschiedene Modi. In „20 Rounds“ geht es darum aus 20 verschiedenen Tracks den richtigen zu erraten. „Survival“ lässt euch so lange Songs raten, bis Ihr den ersten falschen Tipp gegeben habt und in „Open End“ spielt man einfach so lange bis man keine Lust mehr hat (oder das Ende seiner Reise erreicht hat). Das Spielekonzept innerhalb der Modi ist dann ziemlich einfach. Immer dann wenn ein Song gespielt wird, bekommt man selber fünf Antworten vorgelegt und man muss sich dann nur noch entscheiden. „Wer wird Millionär“ für Tonbegeisterte also. Die App ist dabei sicherlich nicht für jeden was. Denn wer mit 20 Tracks in der Bibliothek aufwartet und diese von der letzten Bravohits abspielt, wird eher weniger Fails erzeugen. Wer allerdings eine spannende und vielseitige iPod-Bibilothek vorweisen kann, der wird mit dieser App sicherlich seinen Spaß haben und sein persönliches Sammelsurium auf jeden Fall neu entdecken.

Um dem geneigten Nutzer, die Entscheidung zum Download noch ein wenig schmackhafter zu machen, haben die Entwickler sich derzeit auch dazu entschlossen, deren Angebot ein wenig zu vergünstigen. Die iPod-App ist derzeit für 0,79 Cent statt teuren 1,59 Euro im iTunes App-Store erhältlich. Und wer eine abgespeckte Lite-Version ok findet, der bekommt Music-Quiz sogar kostenlos. Also wer sich und die Applikation mal testen möchte, einen besseren Moment als jetzt gibt es nicht!

May 16 2012, 6:29pm

Felix Petersen: “Es ist inzwischen auch schwieriger herauszustechen”

Felix Petersen ist der Gründer der erfolgreichen Plattformen Amen und Plazes. Ich habe ihn vor einigen Tagen im Rahmen der NEXT12, zu der Berliner Startup-Szene interviewt, über die er dort mit Mike Butcher von TechCrunch, Edial Dekker von Gidsy und David Nöel von Soundcloud eine Podiumsdiskussion geführt hat. Felix beleuchtet unter anderem einmal, was die Berliner Szene heut, von der Anfangszeit unterscheidet. Und was Politiker tun können, um Innovationen zu fördern. Auf ein Wort.

Es gab dieser Tage eine Menge Gerede darüber, dass die Berliner Start-up-Szene zwar eine sehr kleine, aber dennoch sehr aufgeschlossene und inzwischen sehr aufbauende Branche geworden ist. Ist das tatsächlich der Fall? Wie macht sich das deutlich? Ja, es ist immer noch eine sehr kleine Szene. Sie startete aber aus dem nichts. Ich glaube so in etwa 2004… und hat seitdem viele Phasen durchlebt. 1999/2000 war da nur so etwas wie eine Community, als z.B. auch die Netzpiloten starteten. Aber es war auch eine andere Ära. Sie war weniger produktorientiert. Da waren nur einige Entrepreneure von Business Schools, Geschäftsleute die ein wenig Geld mit Internet-Dingen machten, aber dann auch recht schnell mit ihren Firmen pleitegingen oder deren Geschäftsmodelle änderten und dann irgendwann verschwunden waren. Als ich, sagen wir mal 2004 mein erstes Unternehmen in Berlin startete, war da nicht viel. Dieser Tage ist es hier sehr pulsierend, doch immer noch klein. Ich meine alle reden davon, dass Berlin, dass neue Silicon Valley ist, aber wenn du auf die Zahlen schaust, im Vergleich zu London, sind hier nicht so viele Firmen aktiv, und dennoch wächst die Zahl ständig. Ich meine hier sind inzwischen 11.000 Jobs rundum die Start-up-Szene in Berlin entstanden. Da sind über 1.000 neue Unternehmen, ich glaube überwiegend Tech-Start-ups, entstanden. Aber es gibt auch andere Branchen. Die Musik-Branche ist eine dieser. Da sind eine Menge Leute, die sich um sich herum bewegen, sich anziehen und die gleiche Idee davon haben, was für ein Unternehmen sie aufbauen und welche sie gerne erfolgreich sehen wollen. Was ich also sagen will ist, dass da heute eine mehr international-denkende Welle entstanden ist, die auch mehr produktorientiert agiert. So wie z.B. auch Amen.

Und dann sind da noch die vielen verschiedenen Inkubatoren, Gründungszentren, die es verstehen die Internationalisierung bereits existierender Unternehmen noch zu perfektionieren. Das sind sehr sehr gute Förderer. Ich persönlich glaube da gibt’s noch viel mehr… Ich weiß z.B. nicht viel über e-Commerce wenn ich ehrlich bin. Man macht einfach die Dinge, die man mag und in denen man gut ist und das ist dann auch die Sorte Mensch, die idealerweise clevere, soziale Plätze schafft. Es ist einfach beides möglich. Entweder sie gehen pleite oder sie werden richtig groß. Aber genau das ist die Sorte von Unternehmen, die ich selber so mag. Dadurch hängt man auch mehr mit Menschen ab, die ebenfalls über Internet-Produkte etc. nachdenken. Es gibt jedenfalls einige ähnliche Dinge die gerade aus Berlin kommen wie z.B. Moped oder Toast – interessante, kleine und clevere Dinge, die falls sie funktionieren durchaus auch Email oder ähnliche Sachen ersetzen können. Du sagtest, dass diese Entwicklungen in Wellen kamen und dass du selber dein erstes Unternehmen 2004 gegründet hast. Glaubst es war damals anders für dich in diese Szene zu kommen, als für Personen die jetzt dazu stoßen? Glaubst du es ist heute leichter, weil das Netzwerk jetzt größer geworden ist? Je reifer eine Szene wird, und Berlin wird immer reifer, desto mehr profitieren die Allerbesten. Das Geschäft in dem wir uns befinden, ist ein hartes Geschäft. Entweder du lieferst und es funktioniert oder es tut es nicht, richtig? Und, weißt du, erst mögen sie dich nicht und glauben nicht an deinen Erfolg und dann kommt die Kehrtwende und auf einmal tun sie es doch. Doch selbst der hochkarätigste Gründer, der vielleicht fünf erfolgreiche Unternehmen vorher gegründet hat, kann mit seinem sechsten Unternehmen floppen und auf einmal redet kein Mensch mehr von ihm. Wenn du wirklich gut bist in einem mehr wettbewerbsorientierter werdenden Umfeld, bekommst du auch gute Leute und noch mehr dieser guten Leute kommen dann auch nach Berlin, aber der Wettbewerb wird dadurch natürlich noch stärker. Mehr Kapital wird verfügbar, aber es wird auch zunehmend nur verfügbar für die Unternehmen, die funktionieren. Wenn ein neues Ökosystem startet wie vor ein paar Jahren in Berlin, dann kannst du vielleicht Geld einsammeln einzig und alleine aus der Tatsache heraus, dass du in Berlin bist und daraus resultiert dass vielleicht auch viele nach Berlin kommen. Damals war es mehr wie eine Investition in eine Chance und früher war man vielleicht nicht so kritisch wie mit anderen Unternehmen im eigenen Land oder mit Unternehmen aus dem Valley oder aus London. Also ich denke es stehen mehr Ressourcen für die exzellenten Personen zur Verfügung, für die Hochrangigen unter Ihnen und sie bekommen mehr und mehr Möglichkeiten. Aber es ist inzwischen auch schwieriger herauszustechen. Die Szene ist ausgeglichener als zu Beginn, weil du heute nicht wissen musst das man Geld verdient, du musst wissen wie man Geld verdient. 2004 war es eher so, dass viele Leute gute Ideen hatten und Projekte starteten wie wir mit plazes, aber keine Ahnung hatten, wie man diese Ideen in Unternehmen umwandelt. Also allein der Fakt, dass wir eines der Unternehmen waren die das herausfanden, hat uns einen großen Vorteil gebracht. Heute kann einfach jeder beginnen. Man weiß wie es funktioniert etwas zu monetarisieren. Jeder kann es inzwischen nachlesen. Jeder hat den Zugang zu Investoren, sobald die Idee anfängt zu arbeiten. Die Infrastruktur kostet nichts. Da gibt es nichts was dich stoppt, solange du mit deiner Idee aus der Masse herausstichst. Allein der Fakt, dass du ein Start-up gründest reicht nicht mehr aus. Während es 1999 zum Beispiel, für die Medien eine interessante Story war, ist es heute eigentlich keine Erwähnung mehr wert. Da ist also so ein großer Hype um Berlin derzeit, vielleicht ist es auch ein aufgeblasener Hype. Aber gab es einen Punkt, deiner Meinung nach, an dem dieser tatsächlich losgetreten wurde? Ja, ich denke letztes Jahr wurde es richtig aufregend. Das muss ich schon sagen. Vorher war es eine interessante Stadt, aber Menschen wie Erik und Alex haben mit Soundcloud, Berlin dann so richtig interessant gemacht, obwohl ich glaube, dass sie anfangs einfach nur einen coolen Platz zum Leben und Arbeiten gesucht haben, als sie herkamen. Aber weniger weil Berlin eine tolle Start-up-Stadt war, weil dann wären sie mit Sicherheit eher nach London gegangen. Doch letztes Jahr hat sich das erst so richtig gewandelt. Ich glaube da gibt es inzwischen keine strukturellen Unterschiede mehr sein Start-up hier zu gründen. Der große Unterschied begann damit, dass Berlin mehr internationales Augenmerk erhalten hat und die Stadt dadurch ein wenig mehr Bestätigung erhalten hat. Wir haben das erstmals mitbekommen, als wir mit Leuten sprachen, die dann herkommen sollten und sofort sagten: „Oh Berlin. Natürlich! Warum nicht?“. Und die VCs (Venture Capitals) hielten dann regelmäßig Ausschau nach Unternehmen in der Stadt. Drei bis vier Jahre vorher dachten sie gar nicht an Berlin. Ich glaube das wurde alles massiv im vergangenen Jahr beschleunigt. Und natürlich kamen dann auch airbnb, Groupon und diese ganzen Unternehmen nach Deutschland, um die Leute zu finden, die wissen wie man Unternehmen internationalisiert. Ich meine da sind einige große große Sachen von Berlin aus gestartet. Die Internationalisierung der ganzen Daily Deal Seiten in Südostasien wurden von Berlin aus betrieben. Das wurde auch zum Jobfaktor und so sind dann auch die lokalen Politiker hier aufgewacht und haben begriffen was hier los ist. Sie begannen über uns eine Menge Ruhm auszuschütten und das beschleunigt momentan auch einiges, glaube ich. Nun existiert ja auch das Phänomen der Piratenpartei in Berlin. Wir haben u.a. auch einen neuen IT-Beauftragten und solche Sachen. Glaubst dieser Umstand hilft der Start-up-Szene in Berlin? Ja, sicher. Aber am Ende können sie für uns gar nicht so viel tun. Ich denke zumindest nicht so viel wie ich selber tun könnte. Wenn ich etwas entwickle wie Amen, dann muss man einfach Bedingungen ausloten. Der Erfolg hat da nicht so viel mit Geschäftsentwicklungen, Marketing oder Politik zu tun. Natürlich beschweren sich Leute auch manchmal dass sie hier z.B. kein Visa zum Arbeiten bekommen. Das ist dann schon irgendwo eine politische Sache, aber es stoppt nicht den Erfolg eines Unternehmens. Das tut es wirklich nicht. Du musst hier auch einfach dein eigenes Ding machen. Und das Beste was die Politik tun kann ist unsere Arbeit einfach nicht zu behindern. Aber es ist schon ganz gut, dass der Politiker wie der Bürgermeister unsere Branche anerkennt, sie ernst nimmt und zum Beispiel dafür sorgt, dass Jobs gut bezahlt werden, obwohl es vielleicht nicht so viele sind wie im Handwerk rundum Berlin. Aber die Jobs sind nun einmal die Zukunft und sie sind vielleicht auch ein wenig erträglicher in der Wertschöpfung. Es schon sehr gut, dass die hiesige Politik nicht mehr nur die Filmindustrie umwirbt und auf Red-Carpet-Events geht, sondern inzwischen auch bei uns vorbeischaut und fragt: „Was können wir für euch tun?“. Andererseits gibt es hier auch einige die uns einfach nicht machen lassen wollen und zu viel reinreden. Das ist zumindest meine Meinung. Andere Gründer sehen das vielleicht ein wenig anders. Es gibt so einige gute Sachen, was die Finanzierung angeht wie z.B. den Hightech-Gründer-Fond, der öffentliches Geld investiert anstatt nur subventioniert. So werden sie selber auch zu einer Art LP, also einem Limited Partner, in einem VC-Fonds. Ich finde, das ist ein interessantes Model. Ich glaube da geschieht politisch auch ein wenig. Aber ich glaube da braucht es noch ein wenig mehr Zeit. Denn es liegt eigentlich nicht am Mangel von Kapital. Interessant ist derzeit auch die Diskussion was sie nun mit dem Flughafen Tegel tun werden, weil sie den halt in eine Art Innovationscenter umwandeln wollen – irgendein Tech-Hub. Der Wirtschaftssenator fragte mich, was ich davon halte und ich meinte nur, schauen Sie was aus Berlin geworden ist nach der Anarchie und den Möglichkeiten nach dem Fall der Berliner Mauer. Aufgrund der Freiheit und dem strukturellen Mangel, dem Mangel an politischen Interventionen konnte die berlin-typische Szene erst entstehen, auch wenn sie ein wenig verzögert kam. Da woher diese Szene kam, gab es viel Platz. Viele Möglichkeiten. So ist die Clubszene entstanden. Die Start-up-Szene, ist daraufhin dann erst als Produkt der Clubszene und der Musikszene entstanden, weil diese Umstände attraktiv waren für Menschen und Innovationen angezogen wurden. Bevor Berlin zu dieser Start-up-Hauptstadt wurde, war Berlin erst einmal nur ein Ort, wo es sich lohnte zu leben. Wo Menschen diese Energie liebten und daraus dieser Open-minded-Gedanken nach dem Fall der Berliner Mauer entstand. Es ging gar nicht darum, dass hier alles günstig ist. Es ging viel mehr darum, dass hier so wenig reguliert war. Du konntest dir einfach ein altes Warenhaus schnappen und damit etwas tun. Zum Beispiel einen Club eröffnen. Und selbst wenn ein halbes Jahr später der eigentliche Besitzer kam und sein Warenhaus wieder zurück haben wollte, war das egal. Dann ist man einfach weiter gegangen und hat sich ein neues gesucht. Das war möglich durch den fehlenden Eingriff der Berliner Regierung. Da war kein Masterplan Berlin zur Start-up-Stadt zu machen. Nun wollen sie überall aufspringen und denken: “Oh großartig. Da ist etwas, dass wir benutzen können. Starten wir doch irgendein Programm damit.” Das ist dann genau diese Art von Scheiße, die nicht klappen wird. Das wird nämlich genauso eine Weile dauern, doch anstatt sich auf die Dinge zu konzentrieren die gerade irgendwo passieren wie die Start-up-Szene, das Internet, das Mobile Business oder sowas, sollten sie lieber dafür sorgen, dass sie Möglichkeiten und Chancen schaffen, die die Belange der realen Welt berücksichtigt, also wie so eine Stadt eigentlich funktioniert. Dinge wie Car-sharing, Dinge wie dezentralisierte Elektrizität geben den Menschen vielleicht eher Chancen neue Start-ups zu gründen. Weil das sind die Sachen die wirklich interessant werden in zehn Jahren. Nicht die Sachen, die gerade jetzt passieren. Da sind die Planer meistens immer zehn Jahre hinterher. Das ist das Problem. Eine Frage hätte ich abschließend noch: Du hast ja nun Amen gegründet, welche du ja selber als eine Opinion-Making-Site beschreibst. Was ist das Gute daran ein Star-up in Berlin zu sein und was ist schlecht daran? Das Gute ist in Berlin zu sein. Und das schlechte daran ist, nicht in San Franciso zu sein. Danke, Felix! (lacht) Immer wieder gerne! (lacht)

May 16 2012, 9:40am

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